Guten akustischen Komfort zu Hause haben
Mehr als die Hälfte der befragten Franzosen gibt zu, dass sie sich durch Lärm in ihrem eigenen Zuhause gestört fühlen. Zwischen den Geräuschen von Autos, Maschinen oder auch der Nachbarschaft kann Lärmbelästigung unseren Alltag wirklich beeinträchtigen. Aber wie kann man dieser Lärmbelästigung begegnen? Wie kann man den durch Lärm verursachten Stress reduzieren und gelassener sein?

Die verschiedenen Maßnahmen und Arten von Lärm, die unseren Alltag beeinträchtigen
Wenn man sich hinlegt, ist es nicht ungewöhnlich, dass man durch verschiedene Geräusche gestört wird, wie zum Beispiel vorbeifahrende Autos, die Waschmaschine, die sich einschaltet, oder die Nachbarn oben, die herumlaufen. Es ist wichtig, die verschiedenen Geräuschquellen zu identifizieren und die Lautstärke zu messen, um einen besseren akustischen Komfortzu erreichen. Im Alltag gibt es drei Arten von Geräuschen, die sich direkt auf unser tägliches Leben auswirken können:
- Trittschall, der sich über Vibrationen in der Struktur des Hauses ausbreitet. Das können Bewegungen von Gegenständen, herabfallende Gegenstände oder auch Schritte sein.
- Luftgeräusche, die durch Fenster, Lüftungsöffnungen oder Türen in Ihre Wohnung eindringen können. Diese können vom Fernseher oder vom Straßenverkehr stammen.
- Geräusche von Geräten wie Aufzügen, Rohrleitungen, Heizkesseln usw.
Wie sieht es mit den verschiedenen Schallmaßnahmen aus?
Das Dezibel ist die Maßeinheit für Lärm. Liegt der Lärm unter 75 Dezibel, ist das Risiko einer Hörschädigung geringer. Die Grenze für eine Belastung von 75 dB liegt bei 8 Stunden pro Tag, aber wenn Sie diese Grenze überschreiten, werden Sie nicht unbedingt taub. Bei 120 bis 140 dB ist die Empfindlichkeitsschwelle erreicht und es können Hörprobleme auftreten. Hier finden Sie eine Klassifizierung von Geräuschen nach Dezibel:
- Zwischen 120 und 170 dB sind Geräusche schädlich und schmerzhaft: Das kann das Geräusch eines startenden Flugzeugs in der Nähe sein, das Geräusch eines Feuerwerks oder das Geräusch eines Rockkonzerts.
- Bei 90 bis 110 dB ist der Lärm störend und kann zu Hörschäden führen: Das können Geräusche in einer Diskothek, von einem Rasenmäher oder in einem Kino sein.
- Von 75 bis 85 dB ist der Pegel sehr laut. Man denkt dabei an Geräusche von großen Lastwagen, Föhnen, Schreien.
- Bei 40 bis 70 dB ist der Geräuschpegel moderat: Das kann das Geräusch eines Gesprächs, von Regen oder von Haushaltsgeräten sein.
- Bei 10 bis 30 dB ist die Umgebung ruhig.
Welche Auswirkungen hat Lärm auf unseren Körper und unsere Gesundheit?
Die erste Auswirkung von Lärm auf unsere Gesundheit betrifft vor allem unser Gehör. Eine plötzliche und längere Belastung durch einen Lärmpegel von über 85 dB kann zu einem vorübergehenden oder dauerhaften Hörverlust führen. Es gibt aber auch indirekte Risiken wie Schlafstörungen, Migräne und Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Bluthochdruck und sogar Magengeschwüre, wenn die Belastung zu lange andauert.
Wie kann man den akustischen Komfort seines Zuhauses verbessern?
Die Bekämpfung von Lärm in der eigenen Wohnung ist ein recht schwieriges Unterfangen, da Lärm Wände und Trennwände durchdringt und vor allem durch jede undichte Stelle eindringt. Daher ist es wichtig, zahlreiche Vorrichtungen einzusetzen, um eine schlechte Schalldämmung zu beheben.
Eine Zwischendecke einbauen
Haben Sie ein mehrstöckiges Haus? Wohnen Sie in einer Wohnung? Hören Sie Kinder herumtoben, herumspringen und Gespräche von oben? Diese Geräusche können besonders stressig sein, vor allem wenn man von einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt. Durch den Einbau einer Zwischendecke lassen sich etwa 25 Dezibel einsparen und der akustischen Komfort. Bitten Sie einen Fachmann, Ihnen bei der Installation eines Metallgerüsts in Verbindung mit einer Faserisolierung und speziellen Gipsplatten zu helfen.
Der Austausch der Fenster
Wenn Sie Lärm wirksam bekämpfen möchten, können Sie in neue Fenster investieren. Diese schützen Sie besser vor Außengeräuschen. Für eine noch bessere Isolierung empfiehlt sich Doppelverglasung. Einige Hersteller bieten Verglasungen mit verstärkter Isolierung und Verbundglas für Schall- und Wärmedämmung an.
Wände isolieren können
Möchten Sie die bestehenden Wände Ihres Hauses isolieren? Dann ist eine schalldämmende Farbe die ideale Lösung. Damit reduzieren Sie die direkte Schallübertragung, allerdings nur, wenn Sie sie auf eine schalldämmende Grundierung auftragen. Sie gewinnen dadurch 3 bis 15 dB. Dünne Schallschutzplatten sind ebenfalls interessant, da sie verlegefertig und für Innenwände geeignet sind.
Bei einer gemeinsamen Wand sollten Sie nicht zögern, eine Verkleidung auf Metallgerüst zu verwenden, die mit Mineralwolle ummantelt ist. Damit können Sie bis zu 20 dB gewinnen. Eine von einem professionellen Akustiker vorgeschlagene Lösung ist schließlich die Anbringung einer Dämmung an einer Vorsatzschale.
Die Eingangstür isolieren
Wenn Sie in einer Wohnung leben und die Geräusche auf dem Flur für Sie unerträglich sind, können Sie sich für den Einbau einer gepanzerten Tür oder eines weniger aufwendigen Schallschutzvorhangs entscheiden. Für noch mehr Leistung können Sie außerdem rund um die Tür Dichtungen anbringen oder Ihre Eingangstür polstern.
Entscheiden Sie sich für lärmreduzierende Geräte
In Neubauten treten häufig Probleme mit dem Nachhall auf. Sie können diesem Problem entgegenwirken, indem Sie Teppiche auf den Boden legen, Stoff an den Wänden aufhängen oder dicke Doppelvorhänge an den Fenstern anbringen.
Um die Geräuschausbreitung auf Ihrem Boden zu verringern, können Sie neben Teppichen auch Teppichböden oder elastische Unterböden unter dem schwimmenden Parkett verlegen. Zögern Sie nicht, einen Akustikexperten hinzuzuziehen, um Ihr neues Zuhause zu begutachten!